10.5 Deutschland, Deutsche und der Krieg – Unterdrückung, Flucht, unterbrochene Beziehungen
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Die Inhalte dieses Kapitels kurz zusammengefasst und in Zusammenhang gesetzt. Welche Details oder Fakten wurden hier nicht erwähnt, sind aber für dich besonders spannend oder neu? In diesem Kapitel erhältst du umfassende Informationen. Los geht's!
Flüchtlinge werden am Berliner Hauptbahnhof in Empfang genommen (März 2022)
Seit dem russischen Großangriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 sind Millionen Menschen vor dem Krieg geflohen – vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen. In Staaten der Europäischen Union (EU) kamen bis 2025 rund 7 Millionen Ukrainer an. Polen nahm zeitweise 1,5 Millionen auf. In Deutschland leben heute ca. 1,3 Millionen Geflüchtete aus der Ukraine. Deutschland gehört damit zu den wichtigsten Aufnahmeländern. Ukrainische Kriegsflüchtlinge erhalten vorübergehenden Schutz (kein Asyl), der ihnen schnell Zugang zu Wohnen, Sozialhilfe, Arbeit und Schulbildung gibt. Der größte Zustrom war im Jahr 2022, danach sanken die Zahlen.
In der Ukraine lebten vor dem Überfall Russlands im Jahr 2022 etwa 30.000 bis 40.000 Angehörige der deutschen Minderheit. Sie sind Nachfahren von Siedlern, die im 18. und 19. Jahrhundert ins Russische Reich kamen und später teilweise aus Sibirien und Kasachstan zurück in die Ukraine wanderten. Von dort waren sie 1941, nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion, deportiert worden. Schätzungen zufolge haben 10 bis 20 Prozent dieser Menschen seit 2022 das Land verlassen, andere wurden innerhalb der Ukraine vertrieben oder leben noch immer nahe der Front und in Gefechtsgebieten. Organisationen berichten von zerstörten Gemeinden, unterbrochenen Kultur- und Bildungsprojekten sowie von Bemühungen, Sprache und Identität trotz Flucht, Mobilmachung und Traumatisierung zu bewahren.
Der Rat der Deutschen in der Ukraine versucht auch im Krieg, das kulturelle Leben der Deutschen in der Ukraine aufrechtzuerhalten und Kriegsopfern zu helfen, wo es geht. Hier klicken für weitere Informationen.
Viele Vereine und Organisationen helfen auch aus dem Ausland den Menschen in der Ukraine, u. a. die Stiftung Verbundenheit. Hier gibt es ein Beispiel.
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Quelle
Deutsche in der Ukraine: "Wir sind Teil der Ukraine." (Aus einem Interview mit dem deutschen Honorarkonsul in der Ukraine kurz nach Kriegsbeginn im Jahr 2022)
Frage: In Ihrer Funktion als deutscher Honorarkonsul vertreten Sie die deutschstämmige Minderheit in der Ukraine. Das sind um die 33.000 Menschen. Was bedeutet Putins Angriff für sie?
Antwort: Diese Menschen haben deutsche Wurzeln. Aber es sind vor allem Bürger der Region, Bürger der Ukraine. Viele von ihnen dienen in der ukrainischen Armee. Heute wurde ein Gesetz im Parlament zur Mobilisierung eingebracht. Das heißt auch, viele der jungen Männer, der Minderheit, die ich vertrete, werden mobilisiert. Wir erwarten keine bevorzugte Behandlung oder dass uns gar die Bundeswehr evakuiert. Wir sind Teil der Ukraine.
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Aufgabe
Hilfe für die Ukraine
Recherchiere in deiner Umgebung nach Initiativen zur Unterstützung der Ukraine. Erhebe dabei folgende Informationen: - Name der Initiative - Beschreibung der Hilfsaktionen - Zahl der beteiligten Personen
Gestalte einen anschaulichen Kurzvortrag zu einer oder mehrerer Hilfsaktionen.
Von Protesten Russlanddeutscher in Russland gegen den Krieg gibt es keine Bilder. Dieses Bild zeigt russische Flüchtlinge, die im Jahr 2022 in Polen gegen den Krieg protestieren. Auf dem Plakat steht: "ХВАТИТ УБИВАТЬ ДЕТЕЙ ПОЗОР Z-ФАШИСТАМ" (dt.: "Hört auf, Kinder zu töten. Schande den Z-Faschisten.")
In Russland leben noch etwa 400.000 bis 500.000 Russlanddeutsche, vor allem in Sibirien und anderen Regionen. Der Krieg hat ihr Leben auf mehrere Arten beeinflusst:
Die russische Mobilmachung im September 2022 betraf auch Russlanddeutsche. Berichte zeigen, dass ethnische Minderheiten in Russland oft überproportional stark von der Einberufung betroffen waren. Viele junge Männer, darunter auch Russlanddeutsche, flohen daraufhin ins Ausland – etwa nach Kasachstan, Georgien oder in die Türkei.
Offene Kritik am Krieg und den Machthabern im Land ist wegen drohender Repressionen sehr riskant. Dennoch betonen Vertreter der Russlanddeutschen, man dürfe die Politik der Führung nicht mit der Haltung der russlanddeutschen Bevölkerung gleichsetzen, die mehrheitlich keinen Krieg wolle.
Für Russlanddeutsche, die nach Deutschland auswandern möchten, hat sich die Situation verändert: Sie müssen das Antragsverfahren als Spätaussiedler weiterhin aus Russland oder ihrem aktuellen Aufenthaltsland betreiben, können also nicht einfach nach Deutschland einreisen und dort den Antrag stellen.
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Information
Russlanddeutsche in Russland zum Krieg Russland gegen die Ukraine
Die Selbstorganisation der Russlanddeutschen in Russland veröffentlichte kurz nach Kriegsbeginn eine Erklärung, in der sie sich „als Bürger Russlands“ ausdrücklich gegen den Krieg positionierte und sich „zutiefst betroffen“ zeigte. Darüber berichtete der Deutschlandfunk. Dieser Beitrag ist hier nachzulesen.
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§Rekrutierungen für den Kampf an der Front: Das betrifft auch Russlanddeutsche in Russland (Bericht der Nachrichtenagentur AFP über Werbekampagnen für die Armee in Russland aus dem Jahr 2023)
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Quelle
"Überzeugte Gegner jedes Krieges"
"Wir erklären einstimmig, dass wir Russlanddeutschen, wir Bürger Russlands, überzeugte Gegner jedes Krieges sind. Jeder Krieg bedeutet Schmerz, Angst, Zerstörung und Verlust auf beiden Seiten. Er bringt schwere Folgen mit, unschuldige Opfer und tragische Schicksale mit sich. Die Wunden bleiben über viele Jahre. Die Russlanddeutschen haben am eigenen Leib erfahren, wie es ist, ‚Geisel‘ politischer Umstände zu sein."
Arbeite Gründe dafür heraus, die dazu führen, dass man von einer "Routinisierung" und "Marginalisierung" im Umgang mit dem Krieg in Russland sprechen kann. Beziehe dich dabei insbesondere auf den Abschnitt "Der schwierige Weg, sich den Krieg bewusst zu machen".
Benenne die "Nutznießer des Krieges".
Beurteile, ob die russische Bevölkerung insgesamt sich für die Verbrechen des Kriegs mitschuldig macht oder ob die Verantwortung dafür nur bei der politischen Führung des Landes liegt.
Russlanddeutsche in Deutschland im Krieg
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Die etwa 2,5 bis 3 Millionen Menschen mit russlanddeutschen Wurzeln in Deutschland sind vom Krieg indirekt betroffen. Viele berichten von Vorurteilen und Diskriminierung, da sie in den Medien teilweise pauschal als Putin-Anhänger dargestellt wurden.
Gleichzeitig zeigen Berichte, dass viele Russlanddeutsche in Deutschland sich stark für ukrainische Geflüchtete engagieren: Sie organisieren Hilfstransporte, übersetzen für Geflüchtete, helfen bei Behördengängen und bieten Sprachkurse an. Die gemeinsame russische Sprache erleichtert die Kommunikation mit vielen Ukrainern.
Hilfsaktionen der Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland (IDRH) und der Deutschen Jugend aus Russland (DJR Hessen e. V.) für die Ukraine. Weitere Informationen gibt's hier.
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Der Krieg hat bei vielen Russlanddeutschen auch zu einer Reflexion über die eigene Identität geführt – viele grenzen sich bewusst von Russland ab, betonen ihre kasachischen oder ukrainischen Wurzeln oder identifizieren sich stärker als Deutsche.
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§Bericht über Anfeindungen gegen in Deutschland lebende Russen nach Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine. Oftmals waren und sind auch Russlanddeutsche Ablehnungen und Anfeindungen ausgesetzt, wenn sie für Russen gehalten werden.
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§PD
Schon einmal mit dem Auto nach Rom oder Sardinien gefahren? Oder nach Bordeaux oder Marseille? Oder nach Stockholm? Warum nicht mal in die Ukraine? Ist genau so nah.
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Information
Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine und für Menschen in der Ukraine
Viele Organisationen und Vereine der Russlanddeutschen in Deutschland engagieren sich, um den den vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine zu helfen. So etwa die Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland in Hessen (IDRH) und die Deutsche Jugend aus Russland e.V. (DJR Hessen) mit ihrem Programm „Wir helfen in Not“. Das Projekt wird vom Hessischen Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz gefördert sowie von privaten Spenden unterstützt.
Flüchtlingen wird u.a. geholfen mit:
Kinderbetreuung
Hilfe im Umgang mit Ämtern
Deutschkurse
Therapie für die Folgen von Kriegstraumata
Umfangreiche Sachspenden werden beispielsweise zu Hilfsbedürftigen in in die Ukraine gebracht., so etwa nach Charkiw.
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Darstellung
Können Angehörige der deutschen Minderheit in der Ukraine nach Deutschland kommen?
Für die Angehörigen der deutschen Minderheit aus der Ukraine gibt es kein spezielles Aufnahmeprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Sie werden jedoch als ukrainische Kriegsflüchtlinge in Deutschland aufgenommen. Anders als Ukrainer ohne deutsche Wurzeln ist es ihnen zudem möglich, das Aufnahmeverfahren als Spätaussiedler nach dem Bundesvertriebenengesetz betreiben und direkt nach Deutschland einzureisen, um dort ihren Antrag zu stellen.
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§PD
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterhält übrigens eine umfassendes Hilfe-Portal für alle Flüchtlinge aus der Ukraine. Mehr Informationen gibt es hier.
Was lernen wir in Deutschland aus dem Krieg?
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§PD
Drohnen im Ukrainekrieg. Schnelle, bewegliche, massenhafte Angriffsmittel aus der Luft sind eine neue, sehr moderne Form der Kriegsführung. Sie wird im Ukrainekrieg erstmals massenweise angewendet. Große, schwere Panzer und Truppenfahrzeuge haben an Bedeutung erheblich verloren. Das zeigt, dass auch der Krieg von erheblichen Fortschritten gekennzeichnet ist.
Der Krieg in der Ukraine macht deutlich, dass die europäische Ordnung, die nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 und nach dem Zusammenbruch des Ostblocks 1989-1991 entstanden war, sich grundlegend ändert. Europa ist bedroht von mehreren imperialistischen Mächten: von Russland im Osten und von den USA im Westen. Beide verfolgen Eroberungspläne, wollen sich in den Besitz von Bodenschätzen bringen, Marktkontrolle bekommen und ihre militärischen Interessen durchsetzen. Nach 1989 musste die Sowjetunion ihr militärisches Bündnis mit den Ostblockländern aufgeben. Die USA wenden sich inzwischen von ihren NATO-Bündnispartnern ab. Wenn die europäischen Staaten diesen Bedrohungen standhalten wollen, müssen sie ihre Kräfte bündeln und gemeinsam agieren.
In Deutschland findet eine teilweise erregte öffentliche Debatte über den richtigen Umgang mit dem Ukrainekrieg statt – gerade auch auf Social-Media-Kanälen. Hier einige Beispiele:
Damit Deutschland und die anderen Staaten der Europäischen Union in Zukunft bestehen können, sind folgende Maßnahmen notwendig:
ausgleichendes und die Machtinteressen aller Beteiligten berücksichtigendes Konfliktmanagement bevor die gewaltsame Konflikte ausgelöst werden
flexibles politisches Agieren unter Beachtung der realen weltpolitischen Gegebenheiten (Pendeln zwischen Werten und Realpolitik)
Entwicklung wirtschaftlicher Eigenständigkeit, Unabhängigkeit und Krisenstabilität (Ressourcengewinnung zuerst in Europa, Stärkung des europäischen Binnenmarkts, Diversifizierung der Handelsbeziehungen mit allen Weltregionen, Entwicklung fairer Handelsbeziehungen. Förderung von wissenschaftlicher und ökonomischer Innovation)
Entwicklung von Friedens- und Verteidigungsfähigkeiten, die defensiv aber so wirksam angelegt sind, das aggressive Gegner vor Angriffen abgeschreckt werden (Schaffung eines europäischen Verteidigungsbündnisses, Aufbau eigenständiger Aufklärungsfähigkeiten)
Entwicklung einer innenpolitischen Stabilität (Bewahrung der demokratischen Werte, Achtung der Mehrheitsinteressen von Bürgerinnen und Bürger, gerechte Lastenverteilung: Abbau der Kluft zwischen Armen und Reichen, Umsetzung tiefgreifender Reformen zur Staatsmodernisierung auf digitaler Grundlage)
Schaffung einer gesellschaftlichen Krisenresilienz (vernetzte Logistik- und Versorgungsstrukturen, Schutz der kritischen Infrastruktur, Stärkung von Zivilschutz, medizinischer sowie technischer Nothilfe)
Mentalität (Angst, zu kompliziert, ...)
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Darstellung
Deutsche Politik im Wandel: Kompetenz, Fortschritt und Vernunft
Es braucht eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Politik nach drei Leitprinzipien: Kompetenz, Fortschritt und Vernunft.
Die Welt verändert sich ständig
Nach dem Ende des Kalten Krieges 1990 entstand im Westen die Vorstellung, die Geschichte sei an ihrem Endpunkt angelangt – die liberale Demokratie habe sich endgültig durchgesetzt. Das war ein Irrtum. Die Geschichte zeigt: Mächtige Reiche und Bündnisse steigen auf und gehen wieder unter. Neue Generationen haben neue Ideen und Ziele. Vor allem aber wächst die Weltbevölkerung, und Milliarden Menschen in aufstrebenden Gesellschaften Asiens, Afrikas und Südamerikas orientieren sich nicht an den Vorstellungen älterer westlicher Gesellschaften.
Problemlösung statt Wertverteidigung
Um mit diesen dynamischen Gesellschaften mitzuhalten, muss Deutschland seinen Fokus verschieben: weg von der Verteidigung traditioneller Werte und Strukturen, hin zur konkreten Problemlösung für die Zukunft. Ein Beispiel: Parlamente, Regierungen und Verwaltungen sind in ihrer jetzigen analogen Arbeitsweise kaum noch funktionsfähig und schaden dem Land. Digitale und technisch gestützte Systeme könnten helfen – vorausgesetzt, die handelnden Personen arbeiten auf Grundlage nachweisbarer Kompetenz und nicht auf Basis von Wunschdenken oder Gefühlen.
Außenpolitische Realitäten anerkennen
Eine nüchterne Betrachtung der Weltlage ist unumgänglich:
Die von den USA garantierte Weltordnung („Pax Americana") löst sich auf, ähnlich wie einst das Römische Reich seine Vormachtstellung verlor.
Der „wertebasierte Westen" ist teilweise eine Illusion gewesen, die oftmals nur amerikanische Machtinteressen verdeckte.
Russlands Öffnung unter Gorbatschow in den 1980er Jahren war keine echte Abkehr vom Machtdenken, sondern eine Phase der Schwäche.
China und Russland verfolgen konsequent ihre eigenen nationalen Interessen.
Rationalität als Überlebensstrategie
Kriege sind in gewisser Weise „rational", weil Illusionen und Wunschdenken im Krieg sofort bestraft werden. Deutschland kann Bedrohungen durch aggressive Mächte nur begegnen, wenn seine Führungseliten kühl und rational am Fortschritt orientiert handeln. Paradoxerweise lässt sich Humanität nur durch „kalte Rationalität" bewahren.
Strategisches Denken ist die Fähigkeit, langfristig und ganzheitlich zu planen, komplexe Zusammenhänge zu erkennen, Zukunftsrisiken abzuwägen und Methoden zu entwickeln, um Ziele trotz Widerständen zu erreichen.
Strategisch denkt man:
vorausschauend: Mehrere Schritte denken ("Wenn-dann-Szenarien")
systemisch: Verknüpfung von Faktoren, Erkennung von Mustern
zielorientiert: Entwicklung anspruchsvoller, auf Veränderung zielender, realistischer Visionen mit Umsetzungsplänen
flexibel: Anpassung an neue Entwicklungen, Entwicklung kreativer Problemlösungen
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Aufgaben
Ist Rationalität die Lösung?
Ist die Forderung nach „kalter Rationalität" mit demokratischen Werten vereinbar?
Stimmt es, dass der „Werte-Westen" nur eine Fassade für Machtinteressen war?
Kann man Fortschritt und Tradition wirklich so klar trennen, wie der Autor es vorschlägt?
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Fiktive aber mögliche Strategien für die Zukunft – Welche ist gut?
Was wäre, wenn die Ukraine den Krieg verliert und Russland sich dadurch ermuntert fühlt? Diese Frage beschäftigt derzeit alle europäischen Regierungen. Und wie soll man mit den großen Weltmächten im Osten und Westen überhaupt umgehen? Welche Gefahren gehen neben dem aggressiven Russland von den zunehmend autoritären USA aus, die Europa ebenfalls bedrohen? Die EU ist oft uneinig: Ungarn, die Slowakei und Tschechien äußern sich prorussisch, Österreich ist bündnispolitisch neutral.
...sich die osteuropäischen Staaten nach Osten orientieren? Ein düsteres Szenario für westliche Strategen und Militärplaner: Mitten in Europa könnte eine Landbrücke prorussischer oder neutraler Saaten entstehen. Und ob Russland sich nicht auch bei Besitzansprüchen zu Gebieten der ehemaligen DDR fordernd zeigt, bleibt abzuwarten. Die Wiedervereinigung Deutschlands könnte von Russland angefochten werden, nachdem aktuell propagandistische Sichtweisen kursieren, die DDR wäre annektiert worden. Dies könnte erhebliche deutsch-russische Spannungen hervorrufen.
...Russland das Baltikum einschließt? Die Suwałki-Lücke – eine militärstrategsiche Herausforderung. Sie gilt daher als Achillesferse der NATO. Der nur etwa 65 km breite Landstreifen zwischen Polen und Litauen trennt die russische Exklave um Kaliningrad von Belarus. Bei einer russischen Besetzung wäre das Baltikum eingeschlossen und schwer zu verteidigen.
Zusammenfassung: Deutschland, Deutsche und der Krieg - Unterdrückung, Flucht, unterbrochene Beziehungen